Saburo Miyabe, Chief Engineer in der Reifenentwicklung

„So komplexe Produkte kann man nicht allein entwickeln – das geht nur im Team“

Seit 1995 arbeitet Saburo Miyabe, 51 Jahre alt, schon bei Goodyear Dunlop und hat dabei sowohl die Technik als auch die Vermarktung von Reifenprodukten entscheidend begleitet. Er war, erst als Mitarbeiter, dann als Leiter in der Gruppe Advanced Engineering, wechselte dann ins Produktmanagement und bekleidet seit 2011 die Position des Chief Engineers Tread and Cavity Design innerhalb der Reifenentwicklung.

Über mich

„Nach der Schule habe ich zunächst den Beruf des technischen Zeichners erlernt und außerdem ein Maschinenbau-Studium an der FH Frankfurt absolviert, mit Schwerpunkt Werkzeugmaschinen und CAD. Schon in der Schulzeit, aber auch während des Studiums kam ich in Kontakt mit SP Reifenwerke – so hieß Goodyear Dunlop damals noch. Ich habe als Übersetzer, Physik-Laborant, Postbote und in der Hausdruckerei gearbeitet, war später als Wagenwäscher, technischer Zeichner und auch als selbstständiger Programmierer tätig und erst mit Abschluss des Studiums habe ich mich richtig festgelegt: Es folgten nämlich nur noch Reifenentwicklung und Produktmanagement. Basta. Ich habe mich damals proaktiv um eine Anstellung als Entwicklungsingenieur beworben. Das Bewerbungsgespräch verlief multilingual: Deutsch, Englisch, Japanisch – die Zusage erfolgte dann allerdings ¸nur‘ auf Deutsch. Mein zwölfmonatiger Einarbeitungsplan sah vor, dass ich – als Assistent des Technischen Direktors – die Fachabteilungen intensiv kennenlernen sollte. Zugleich durfte ich in meiner Funktion bei diversen internationalen Meetings dabei sein. Nach zwei Jahren bekam ich die Möglichkeit, in der Gruppe Advanced Engineering an der Entwicklung eines neuen Sommerreifenprofils mitzuwirken – und die habe ich gerne genutzt. Wiederum zwei Jahre später übernahm ich die Leitung der Gruppe Advanced Engineering, bevor ich mich 2007 dem Produktmanagement als Produktmanager im Bereich Sales und Marketing zuwendete. Letztendlich bin ich wieder in die Entwicklung zurückgekehrt.“

Mein Job

„Die Reifenentwicklung ist ein sehr großer und vielfältiger Bereich. Innerhalb der Reifenentwicklung bin ich in der Gruppe Tread and Cavity tätig. Wir beschäftigen uns mit Fragen rund um Profildesign und Reifenkonturen, also eigentlich genau mit dem, was ich seit 1997 mit kurzer Unterbrechung gemacht habe. Die Ergebnisse unserer Arbeit werden dann in der Formenkonstruktionsgruppe detailliert ausgearbeitet, und das wiederum dient als Input für die Formenfertigung. Unsere tägliche Arbeit ist sehr IT-lastig, unser Werkzeug ist CAD und mithilfe der Finite-Elemente-Methode verifizieren wir unsere Auslegung. Dabei sind wir auch permanent ins Entwicklungsteam integriert, hier greift ein Rädchen ins andere. Letztendlich müssen wir für die Auslegung von Reifenformen, die fünfstellige Beträge kosten, geradestehen. Zusammengefasst heißt das: Qualität unter Zeitdruck. Es heißt aber auch, dass wir bei der Entwicklung neuer Produktlinien tätig sind. Unsere Arbeit wird vom Kunden optisch wahrgenommen, da kommen Technik und Ästhetik zusammen. Und das finde ich persönlich unheimlich reizvoll! Am schönsten ist eigentlich, wenn ein neues Produkt in den Markt eingeführt wird. So ein Launch-Event ist schon toll: Schöne Locations, schöne Autos, eine ausgefeilte Präsentation ... und unser Reifen steht im Mittelpunkt. Das ist dann so ein Moment, wo man auch ziemlich stolz auf seine Arbeit sein kann.“

Meine Leidenschaft für Reifen

„Ich habe mich damals für Goodyear Dunlop entschieden, weil ich die Arbeit in einem internationalen Umfeld sehr spannend finde. Herausforderungen, die durch sprachliche oder kulturelle Unterschiede entstehen können, sind mindestens genauso interessant wie die technischen Problemstellungen. Es macht unglaublich viel Spaß, mit Kollegen aus den verschiedensten Abteilungen und Kulturkreisen zusammenzuarbeiten und gemeinsam zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Meine Begeisterung für meinen Job merkt man mir wohl auch an – jedenfalls hat sich mein Neffe gerade dafür entschieden, während der Semesterferien als studentische Aushilfskraft im Indoor-Testing anzuheuern. Ich glaube, es macht ihm Spaß. Und was die Zukunft angeht, bin ich offen für alle neuen Herausforderungen, die sicher noch kommen werden!“

Wer passt hierher?

„Zu Goodyear Dunlop passen Menschen, die neugierig und bereit sind dazuzulernen. Reifen gibt es seit 125 Jahren, aber es gibt immer noch Möglichkeiten, wie man sie verbessern kann. Außerdem sind Reifen sehr komplexe Produkte, die man nicht allein entwickeln kann – das geht nur im Team. Deshalb sind Kommunikations- und Teamfähigkeit sehr wichtige Eigenschaften für zukünftige Kolleginnen und Kollegen.“