Die Profiltiefe von Reifen hat einen entscheidenden Einfluss auf das Fahrverhalten insbesondere bei Nässe, Matsch und Schnee. 
In der Europäischen Union gilt für Sommer- und Winterreifen von Pkw eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter. Mittels eines Abnutzungsindikatoren – so genannten Tread Wear Indicators (TWI) – kann die Einhaltung der gesetzlichen Mindestprofiltiefe kontrolliert werden. Ein Gummisteg auf dem Profilgrund der Reifenlauffläche wird sichtbar, wenn das Mindestmaß von 1,6 Millimeter erreicht ist. Die Lage der Stege ist mit einem Symbol an der Reifenschulter gekennzeichnet. 

Die gesetzliche Profiltiefe für Pkw-Reifen wird von Experten unter Sicherheitsaspekten als deutlich zu gering eingestuft. Reifenhersteller, Prüforganisationen und Verkehrsclubs empfehlen, Sommerreifen bei einem verbliebenen Profil von 2 Millimeter und Winterreifen mit einem Restprofil unter 4 Millimeter auszutauschen.

Der Reifenfülldruck hat maßgeblichen Einfluss auf das Fahrverhalten, das Lenkvermögen, die Bremsverzögerung und auch auf den Kraftstoffverbrauch. Ein mit einem falschen Reifenfülldruck gefahrener Reifen unterliegt einem deutlich schnelleren Verschleiß und kann Ihre Sicherheit gefährden.  

Jeder Reifen verliert durch Diffusion permanent etwas Luft. Die Verlustmenge ist sehr gering, summiert sich allerdings im Laufe der Zeit auf gefährlich hohe Werte. Aus Sicherheits- und Kostengründen sollte der Luftdruck des Reifens regelmäßig, mindestens alle 4 Wochen und vor längeren Fahrten, überprüft und einer höheren Zuladung angepasst werden. Die Kontrolle des Reifendrucks sollte immer bei kalten Reifen erfolgen, denn Reifen erwärmen sich während der Fahrt, so dass der Druck nicht mehr korrekt festzustellen ist. Sie finden den empfohlenen Reifenfülldruck in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeuges, bzw. bei vielen Fahrzeugen auch an der Innenseite der Tankklappe.