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Goodyear Historie

Von einer Vision zum Weltkonzern

Goodyear WagenDas Unternehmen Goodyear verdankt sein Bestehen der Beharrlichkeit eines Mannes und einem glücklichen Zufall. Der Mann, von dem die Rede ist, war Charles Goodyear. Er hatte eine wahre Leidenschaft für Gummi und versuchte, möglichst viele Artikel des täglichen Lebens aus dem damals neuartigen Material herzustellen: Sein Gehstock war aus Gummi, er stellte Postsäcke aus Gummi her - und er ließ sogar sein Portrait aus Gummi anfertigen.

Charles Goodyear: Erfindergeist und Durchhaltevermögen

Goodyear war der Meinung, dass Gummi in allen Lebensbereichen eine zentrale Rolle spielen könnte. Vergleichbar etwa mit der Bedeutung, die heute Kunststoff in unserem Leben einnimmt. Leider konnte das Material den Anforderungen nicht gerecht werden - es schmolz bei Wärmeeinwirkung und brach bei kälteren Temperaturen. Doch Goodyear war davon überzeugt, dass Gummi ein langlebiges Alltagsmaterial sein könnte und experimentierte unaufhörlich.

„Vulkanisation“ - ein Zufallsprodukt

Die Goodyears waren sehr arm. Clarissa, Goodyears Ehefrau, bat ihn immer wieder, den Versuchen ein Ende zu setzen und statt dessen lieber Geld zu verdienen. Im Jahr 1839 kam Clarissa eines Tages früher als gewöhnlich nach Hause und Goodyear brach einen heimlichen Versuch vorzeitig ab. Er versteckte eine Mischung aus Gummi und Schwefel schnell im Ofen. Als er diese Mischung später untersuchte, stellte er fest, dass die entstandene Substanz äußerst haltbar und dennoch flexibel war - Goodyear hatte damit zufällig ein Verfahren entdeckt, das er "Vulkanisation" nannte.

Später Ruhm

Da Goodyear kein geborener Geschäftsmann war, ließ er sich das Verfahren erst im Jahr 1844 patentieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten andere dieses Verfahren allerdings schon für sich beansprucht. So konnte Charles Goodyear kein großes Kapital aus seiner Erfindung schlagen. Er starb im Jahr 1860 und hinterließ Schulden in Höhe von 200.000 US$. Die Lizenzgebühren seiner Erfindungen bescherten seiner Familie später immerhin ein sorgenfreies Leben. Und Frank Seiberling, der 1898 eine Gummi- und Reifenfabrik gründete, ließ dem Erfinder doch noch die verdiente Ehre zuteilwerden. Die "Goodyear Tire & Rubber Company" wurde nach dem Mann benannt, der den schwarzen Kunststoff zu seinem Lebensinhalt gemacht hatte.

Mit den Autos kommt der Erfolg

Zu den ersten Produkten des neuen Unternehmens Goodyear gehörten Reifen für Kutschen und Fahrräder sowie verschiedene andere Gummierzeugnisse. Mit einer Belegschaft von 13 Mann und einem Startkapital von ein paar Tausend Dollar hatte sich die Goodyear Tire & Rubber Company aufgemacht, zu einem der größten Reifenhersteller der Welt heranzuwachsen.

Schnelle Expansion

Im Laufe seiner Unternehmensgeschichte hat Goodyear viele Schwierigkeiten überwinden müssen: Die Weltwirtschaftskrise des 19. Jahrhunderts, den Zweiten Weltkrieg oder die Ölkrise. Doch ganz im Sinne des Erfinders Charles Goodyear haben Beharrlichkeit und Leidenschaft eine beispiellose Erfolgsstory mitgeschrieben. Das Goodyear Technical Center in Luxemburg sorgt mit mehr als 1.000 vollzeitbeschäftigten Wissenschaftlern dafür, dass innovative Produktverbesserungen und Neuerungen Goodyear auch weiterhin eine Spitzenposition in den Märkten sichern. 
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Die Goodyear Historie - von 1898 bis heute
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