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In Richtung einer grüneren Zukunft: Entwickler von Goodyear leisten Beitrag zu mehr Umweltschutz

04-03-2008Produktgruppe: Farm/Industrie - 4x4 - Leicht-Lkw - EM - PKW - Lkw/Bus   Categorie: Events - Technologie

Goodyear hat von der Europäischen Kommission Zuschüsse zur Unterstützung seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit erhalten. Diese Subvention wurde im Rahmen des EU-Programms "LIFE-Umwelt" vergeben (LIFE06 ENV/L/000118). Für dieses Projekt hat sich Goodyear mit zwei Partnern zusammengeschlossen: dem italienischen Forschungsunternehmen Novamont und dem deutschen Autohersteller BMW.

Goodyear toward a greener future

Genf, Schweiz, 4. März 2008 – Innovation, die beständige Entwicklung neuer Ideen, Produkte und Materialien, ist seit über 100 Jahren Kernbestandteil der selbstgestellten Goodyear-Mission. Eines von Goodyears laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten ist eine Initiative zur Entwicklung eines Reifens mit extrem niedrigem Rollwiderstand aus umweltfreundlichen Ressourcen.

Die Europäische Kommission hat Goodyear zur Unterstützung dieser Initiative einen bedeutenden Forschungs- und Entwicklungszuschuss gewährt. Der Förderbeitrag ist Teil des LIFE-Umweltschutzprogramms der Europäischen Union. Für dieses Projekt kooperiert Goodyear eng mit dem italienischen Forschungsunternehmen Novamont und dem deutschen Automobilhersteller BMW.

"Das Projekt ist eine von Goodyears Initiativen, Produkte mit geringeren Auswirkungen auf die Umwelt zu entwickeln, ohne dabei die Fahrsicherheit zu beeinträchtigen" erläutert Joe Zekoski, Vizepräsident der Global Product Development & Technical Center Operations bei Goodyear. "Eine der Hauptaufgaben des Projekts ist die Entwicklung eines neuen "Bio"-Füllstoffs als Alternative zu den traditionell in Reifen verwendeten Füllstoffen. Dieser neue Füllstoff, der aus erneuerbaren Ressourcen wie Getreidestärke hergestellt werden wird, kann einen bedeutenden Beitrag zu mehr Umweltschutz leisten und die Kohlendioxid-Emission im Zuge des Herstellungsprozesses senken" sagte Zekoski.

Das zweite Ziel des Projekts ist eine gründliche Analyse der Reifenstruktur, mithilfe derer der Energieverlust während der Fahrt reduziert werden soll. "Dieses Projekt hat das Potential, uns zur Entstehung eines Reifens mit geringerem Rollwiderstand, besserer Haltbarkeit und kürzerem Bremsweg zu bringen", erläutert Zekoski den Stellenwert des Vorhabens.

Zusammen mit Goodyear wird sich das italienische Forschungsunternehmen Novamont auf die Entwicklung eines neuen "Bio"-Füllstoffs konzentrieren und seine Kompetenzen in die Entwicklung neuer Gummimischungen einfließen lassen. In der wissenschaftlichen Welt ist Novamont als Pionier in der Entwicklung von Produkten aus erneuerbaren Rohstoffen landwirtschaftlicher Herkunft wie Stärke anerkannt.

Goodyear wird in Zusammenarbeit mit seinem Entwicklungspartner BMW die Umsetzung in konkrete Reifenmodelle schultern und Prototypen sowie neuartige Karkasskonstruktionen testen. "Die fachliche Kompetenz in puncto Zusammenspiel von Reifen und Fahrzeug und den damit in Zusammenhang stehenden Prüf- und Sicherheitsanforderungen sind ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg des Projektes" betont Zekoski.

Bild: Philip Owen, Leiter des LIFE-Referats, hält einen Vortrag zu LIFE+ während der Grünen Woche 2007 in Brüssel.

Von Ruß zu Getreide

Gegenwärtig sind Ruß und Silica die wichtigsten Füllstoffe bei der Herstellung von Reifen. Die Produktion erfordert den Einsatz nichterneuerbarer Ressourcen wie Rohöl und verursacht Kohlendioxid-Emissionen. Die Weiterentwicklung der Bio-Reifentechnologie sieht den teilweisen Austausch von Ruß und Silica durch eine neue Generation von Bio-Füllstoffen vor. Diese Forschungen werden gegenwärtig von Goodyear und Novamont unternommen.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, die nichterneuerbaren Reifenkomponenten teilweise durch biopolymere, auf erneuerbaren Ressourcen basierende Füllstoffe zu ersetzen und gleichzeitig eine beachtliche Verringerung (bis zu 30 %) des Rollwiderstands des Reifens zu erzielen, und somit die Kohlendioxid-Emission und den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Der partielle Ersatz von Silica und Ruß durch die zweite Generation von Bio-Füllstoffen ist ein vielversprechender Ansatz zur Verringerung der Kohlendioxid-Belastung über den Faktor Reifen. Erste Ergebnisse zeigen, dass ein Produktionsprozess unter Einbeziehung neuer Bio-Füllstoffe eine deutlich positivere Kohlendioxid-Bilanz erzielen kann: Mit jedem Kilogramm hergestellten Bio-Füllstoffs werden 0,62 kg Kohlendioxid gespart. Der Gesamtertrag für den Ersatz von 20 % Silica bringt eine Kohlendioxid-Verringerung von bis zu 8,2 g/km pro Reifen bei einer 30-prozentigen Verringerung des Rollwiderstands.

Geringerer Rollwiderstand bedeutet geringeren Kraftstoffverbrauch

Goodyear toward a greener future

Neben der Entwicklung neuer Materialien untersucht Goodyear auch das Zusammenspiel von Struktur und Material und optimiert die Gestaltung des Laufflächenprofils sowie der Verbindung von Reifen und Felge. Die Kombination dieser Material- und Strukturforschung bietet den optimalen Ansatz für die Entwicklung eines innovativen Reifendesigns, das in der Lage ist, die formulierten Vorgaben zu erreichen.

Das große Ziel ist, einen umweltfreundlichen Reifen zu entwickeln mit spezifischen Kundenvorteilen wie geringem Anteil am Energieverbrauch, besserer Widerstandsfähigkeit und kürzeren Bremswegen, ohne andere Reifenleistungen und Sicherheitsparameter wie Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn, Aquaplaningwiderstand oder die Fahreigenschaften des Reifens zu gefährden.

LIFE als Finanzierungsinstrument zugunsten der Umwelt

Goodyear toward a greener future

LIFE, das für den Umweltschutz zuständige Finanzierungsinstrument der Europäischen Gemeinschaft, wurde 1992 gegründet und spielt eine wichtige Rolle in der Brüsseler Umweltschutzpolitik. Die spezielle Aufgabe von LIFE ist es, durch die Mitfinanzierung von Pilotprojekten zur Entwicklung innovativer Techniken und Methoden beizutragen. Die Europäische Kommission fördert so Forschungsinitiativen, die als geeignet angesehen werden, zur Lösung der vielfältigen Umweltprobleme Europas beizutragen.